E-CAD-Software für die Elektrotechnik: Die besten Lösungen für Ihre Elektrokonstruktion
Schaltplanerstellung, Schaltschrankaufbau, SPS-Projektierung und normgerechte Dokumentation — welche E-CAD-Software die Anforderungen Ihres Unternehmens tatsächlich erfüllt.
Das Wichtigste in Kürze
Im deutschsprachigen Raum dominiert EPLAN Electric P8 den Markt für professionelle Elektrokonstruktion. Doch der hohe Preis und das reine Abo-Modell treiben gerade KMU und Mittelständler zur Suche nach Alternativen. WSCAD ELECTRIX, Zuken E3.series, SEE Electrical und AutoCAD Electrical bieten ernstzunehmende Optionen — je nach Einsatzbereich, Budget und der Frage, ob Ihre Kunden ein bestimmtes Datenformat vorschreiben. Die richtige Wahl hängt weniger vom Funktionsumfang ab als von der Passung zu Ihren konkreten Workflows: Schaltplanerstellung, Schaltschrankaufbau, Kabelplanung oder SPS-Projektierung.
Was Elektrokonstrukteure von ihrer E-CAD-Software tatsächlich brauchen
Die Anforderungen in der Elektrokonstruktion unterscheiden sich grundlegend von der mechanischen Konstruktion oder der Architekturplanung. Während im Maschinenbau parametrische 3D-Modellierung und Baugruppenmanagement im Vordergrund stehen, dreht sich in der Elektrotechnik alles um logische Zusammenhänge: Stromlaufpläne, Verdrahtungslisten, Klemmenanschlüsse und die normgerechte Dokumentation nach DIN EN 81346 und IEC 61082. Ein E-CAD-System muss diese Zusammenhänge intelligent verknüpfen — nicht nur zeichnen, sondern verstehen.
Schaltplanerstellung: Das Kernstück jeder E-CAD-Software
Jedes E-CAD-System muss zunächst eine Grundanforderung meisterhaft erfüllen: die effiziente Erstellung normgerechter Stromlaufpläne. Doch die Unterschiede in der Praxis sind erheblich. Während EPLAN Electric P8 und WSCAD ELECTRIX mit einer objektorientierten Logik arbeiten — jedes Betriebsmittel wird einmal zentral definiert und erscheint automatisch korrekt auf allen Planseiten — setzen ältere oder einfachere Systeme noch auf eine grafische Arbeitsweise, bei der Symbole manuell platziert und verknüpft werden müssen. Objektorientierte Systeme erkennen automatisch Querverweise, aktualisieren Klemmenanschlüsse bei Änderungen und generieren Stücklisten auf Knopfdruck. Diese Automatisierung spart bei komplexen Projekten Tage an Arbeitszeit.
Schaltschrankaufbau: Vom Schaltplan zum 3D-Layout
Moderner Schaltschrankbau erfordert mehr als einen Stromlaufplan. Konstrukteure müssen Komponenten maßstabsgetreu auf Montageplatten platzieren, Kabelkanäle und Hutschienen dimensionieren und Verdrahtungswege optimieren. EPLAN Pro Panel und WSCAD Cabinet Engineering bieten hier 3D-Aufbauplanung, die direkt aus den Schaltplandaten generiert wird. Das System weiß, welche Komponenten verbaut werden, kennt deren Abmessungen und berechnet den benötigten Verdrahtungsraum. Für den anschließenden Fertigungsprozess können NC-Daten für automatische Kabelkonfektionierung und Schaltschrankfertigung exportiert werden.
SPS-Projektierung und Automatisierungsanbindung
In der Automatisierungstechnik endet die Elektrokonstruktion nicht beim Schaltplan. Die Anbindung an SPS-Programmierumgebungen (TIA Portal, CODESYS, Studio 5000) ist entscheidend. EPLAN bietet hier die tiefste Integration: SPS-Konfigurationen können direkt importiert werden, Adressen und Signallisten werden automatisch abgeglichen. WSCAD und Zuken E3.series bieten ebenfalls SPS-Schnittstellen, allerdings mit unterschiedlicher Integrationstiefe. Für Unternehmen, die vorwiegend Siemens-Steuerungen einsetzen, ist die EPLAN-TIA-Portal-Anbindung ein gewichtiges Argument.
Normgerechte Dokumentation und Auswertungen
Die automatische Generierung von Dokumenten ist einer der größten Produktivitätshebel im E-CAD. Stücklisten, Klemmpläne, Kabellisten, Anschlusspläne, Betriebsmittelkennzeichnung nach DIN EN 81346 — all das sollte aus dem Datenmodell heraus generiert werden, nicht manuell erstellt. Die Qualität dieser Auswertungen unterscheidet sich zwischen den Systemen erheblich: EPLAN und WSCAD generieren umfassende, konfigurierbare Reports. Bei AutoCAD Electrical sind die Auswertungsmöglichkeiten deutlich eingeschränkter und erfordern häufig manuelle Nacharbeit.
Hinweis: E-CAD-Software ist nicht dasselbe wie PCB-Design-Software. Während E-CAD-Systeme wie EPLAN und WSCAD für die Planung von Anlagen, Maschinen und Gebäudeinstallationen konzipiert sind, richten sich PCB-Tools wie Altium Designer, KiCad oder OrCAD an die Leiterplattenentwicklung. Dieser Vergleich fokussiert ausschließlich auf E-CAD für die Anlagen- und Steuerungstechnik.
Die 6 stärksten E-CAD-Systeme für die Elektrotechnik im Vergleich
Die folgenden sechs Systeme decken den relevanten Markt für professionelle Elektrokonstruktion in der DACH-Region ab. Der Fokus liegt auf Software für Steuerungs- und Schaltanlagenbau, Automatisierungstechnik und Gebäudeinstallation — nicht auf PCB-Design oder Leistungselektronik-Simulation.
EPLAN Electric P8
EPLAN Software & Service | Ab ca. 5.500 EUR/Jahr (Professional-Abo)
Der De-facto-Standard in der industriellen Elektrokonstruktion. EPLAN Electric P8 ist in der Automatisierungstechnik, im Maschinen- und Anlagenbau und im Schaltanlagenbau so verbreitet, dass viele Auftraggeber es als Datenformat vorschreiben. Die Software bietet die tiefste Integration in SPS-Programmierumgebungen (insbesondere Siemens TIA Portal), das umfangreichste Artikeldatenmanagement über das EPLAN Data Portal und mit EPLAN Pro Panel die leistungsfähigste 3D-Schaltschrankplanung am Markt. Seit 2021 ausschließlich als Abo-Modell verfügbar.
Stärken:
- Industriestandard
- Tiefste SPS-Integration
- Umfangreichstes Data Portal
- 3D-Schaltschrankaufbau
Limitierungen:
Höchster Preis am Markt, Reines Abo-Modell, Steile Lernkurve, Preise steigen jährlich
WSCAD ELECTRIX
WSCAD GmbH | Ab ca. 2.500 EUR/Jahr (je nach Paket)
Die stärkste Alternative zu EPLAN im DACH-Raum. WSCAD ELECTRIX kombiniert umfassende Funktionalität mit einem deutlich günstigeren Preis und einer flacheren Lernkurve. Besonders bemerkenswert: WSCAD war der erste E-CAD-Anbieter, der KI-gestützte Funktionen integrierte — für automatische Symbolerkennung, Schaltplanprüfung und Dokumentationsgenerierung. Das System deckt Elektrotechnik, Schaltschrankaufbau, Gebäudeautomation, Fluidtechnik und Elektroinstallation in einer Plattform ab.
Stärken:
- Deutlich günstiger als EPLAN
- KI-Funktionen
- Schnelle Einarbeitung
- EPLAN-Datenimport
Limitierungen:
Geringere Marktverbreitung als EPLAN, Kleineres Partner-Ökosystem, Weniger Schulungsangebote
Zuken E3.series
Zuken | Preis auf Anfrage
E3.series von Zuken ist eine objektorientierte E-CAD-Plattform, die vor allem in der Automobil-, Bahn- und Luftfahrtindustrie sowie bei großen Anlagenbauern eingesetzt wird. Die Stärke liegt in der durchgängigen Planung von Schaltplänen, Kabelbäumen (Wire Harness Design) und Schaltschrankaufbau — alles in einer konsistenten Datenbasis. Besonders stark bei Unternehmen, die neben der klassischen Steuerungstechnik auch komplexe Kabelbaum-Dokumentation benötigen.
Stärken:
- Durchgängige Kabelbaum- und Schaltschrankplanung
- Stark in Automotive und Bahntechnik
- Echte Concurrent Engineering
Limitierungen:
Hoher Preis, Kleinere Community im DACH-Raum, Nicht für kleine Büros konzipiert
AutoCAD Electrical
Autodesk | Im AutoCAD-Abo enthalten (ab ca. 2.230 EUR/Jahr)
AutoCAD Electrical ist kein eigenständiges E-CAD-System, sondern ein spezialisiertes Toolset innerhalb von AutoCAD. Es erweitert die vertraute AutoCAD-Umgebung um elektrotechnische Funktionen: intelligente Schaltplansymbole, automatische Nummerierung, Querverweise und eine umfangreiche Symbolbibliothek nach IEC und NFPA. Für Unternehmen, die bereits AutoCAD im Einsatz haben und keine vollwertige E-CAD-Plattform benötigen, ein pragmatischer Einstieg.
Stärken:
- Vertraute AutoCAD-Oberfläche
- Im AutoCAD-Abo enthalten
- Große Symbolbibliothek
Limitierungen:
Keine objektorientierte Datenbasis, Eingeschränkte Auswertungen, Kein 3D-Schaltschrankaufbau, Keine SPS-Integration
SEE Electrical
IGE+XAO (Schneider Electric) | Ab ca. 1.200 EUR/Jahr (Basic)
SEE Electrical richtet sich gezielt an kleinere Elektroplanungsbüros und Handwerksbetriebe, die einen professionellen, aber bezahlbaren Einstieg in die Elektrokonstruktion suchen. In drei Ausbaustufen (Basic, Standard, Advanced) kann die Software mit dem Unternehmen wachsen. Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten, der Schulungsaufwand gering. Für komplexe Automatisierungsprojekte fehlt es allerdings an der Tiefe von EPLAN oder WSCAD.
Stärken:
- Niedriger Einstiegspreis
- Einfache Bedienung
- Skalierbare Ausbaustufen
Limitierungen:
Für komplexe SPS-Projekte zu eingeschränkt, Kleines Ökosystem, Begrenzte Schaltschrank-Funktionen
SolidWorks Electrical
Dassault Systèmes | Ab ca. 3.480 EUR/Jahr (Abo)
SolidWorks Electrical schließt eine Lücke, die in vielen Maschinenbauunternehmen klafft: die Verbindung zwischen mechanischer und elektrischer Konstruktion. Die Software erstellt Schaltpläne und integriert diese nahtlos mit den 3D-Modellen aus SolidWorks — einschließlich automatischer Kabelweggenerierung im 3D-Raum. Für Unternehmen, die SolidWorks für die mechanische Konstruktion einsetzen und die Elektroplanung ins gleiche Ökosystem holen wollen, eine interessante Option.
Stärken:
- Nahtlose SolidWorks-Integration
- Automatische 3D-Kabelwege
- Einheitliches Ökosystem
Limitierungen:
E-CAD-Funktionalität geringer als EPLAN, Nur sinnvoll in Kombination mit SolidWorks, Kleinere Elektro-Community
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Feature-Vergleich: Welches System kann was?
Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Funktionen für die professionelle Elektrokonstruktion. Die Bewertungen beziehen sich auf den Standardumfang — nicht auf optionale Zusatzmodule.
| Feature | EPLAN P8 | WSCAD ELECTRIX | E3.series | AutoCAD Electrical | SEE Electrical | SW Electrical |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schaltplanerstellung | ✓ (Referenz) | ✓ (sehr gut) | ✓ (sehr gut) | ✓ (gut) | ✓ (gut) | ✓ (gut) |
| Objektorientierte Datenbasis | ✓ | ✓ | ✓ | Nein (grafikbasiert) | Ab Standard-Stufe | ✓ |
| 3D-Schaltschrankaufbau | Pro Panel (Zusatzmodul) | Cabinet Engineering | ✓ (integriert) | Nein | Nein | ✓ (über SolidWorks) |
| Kabelplanung / Kabelbaum | ✓ (Harness proD) | Eingeschränkt | ✓ (besonders stark) | Eingeschränkt | Eingeschränkt | ✓ (3D-Kabelwege) |
| SPS-Schnittstelle | Sehr gut (TIA Portal, etc.) | Gut | Gut | Eingeschränkt | Eingeschränkt | Eingeschränkt |
| Automatische Stücklisten | ✓ (sehr umfangreich) | ✓ (umfangreich) | ✓ (umfangreich) | ✓ (Basis) | ✓ (Basis) | ✓ |
| Artikeldaten-Portal | EPLAN Data Portal (750.000+ Artikel) | wscaduniverse.com (1,6 Mio.+ Artikel) | Zuken Component Cloud | Keine zentrale Lösung | Herstellerkataloge | SolidWorks-Ökosystem |
| Normen DIN/IEC | ✓ (vollständig) | ✓ (vollständig) | ✓ (vollständig) | ✓ (mit Anpassung) | ✓ (vollständig) | ✓ (Basis) |
| KI-Funktionen | In Entwicklung | ✓ (Vorreiter) | Nein | AutoCAD AI (Basis) | Nein | Nein |
| Preis (Einstieg/Jahr) | ca. 5.500 EUR | ca. 2.500 EUR | Auf Anfrage | ca. 2.230 EUR | ab ca. 1.200 EUR | ca. 3.480 EUR |
Die Tabelle zeigt den Standardumfang. Preise sind Richtwerte und können je nach Ausbaustufe und Vertragslaufzeit variieren. Für eine Bewertung, die Ihren konkreten Anforderungen entspricht:
Die 5 entscheidenden Kriterien bei der E-CAD-Auswahl
Kundenvorgaben und Datenformate prüfen
Die wichtigste Frage zuerst: Schreiben Ihre Auftraggeber ein bestimmtes E-CAD-System oder Datenformat vor? In der Automatisierungstechnik und im Schaltanlagenbau fordern viele Großkunden explizit EPLAN-Projekte. Wenn 70 % Ihres Umsatzes von Kunden kommt, die EPLAN-Daten verlangen, ist die Systemfrage faktisch entschieden — unabhängig vom Preis. Haben Sie hingegen Kunden ohne spezifische Vorgaben, öffnet sich der Markt für preiswertere Alternativen.
Einsatzbereich definieren — was konstruieren Sie konkret?
E-CAD ist nicht gleich E-CAD. Erstellen Sie vorwiegend Stromlaufpläne für Steuerungsanlagen? Dann kommen alle sechs Systeme in Frage. Benötigen Sie 3D-Schaltschrankaufbau mit NC-Datenexport für die Fertigung? Dann bleiben EPLAN Pro Panel, WSCAD und E3.series. Planen Sie komplexe Kabelbäume für die Automobilindustrie? Dann ist E3.series die stärkste Wahl. Integrieren Sie Elektroplanung in eine bestehende mechanische SolidWorks-Umgebung? Dann liegt SolidWorks Electrical nahe.
Total Cost of Ownership über 5 Jahre rechnen
Die Lizenzkosten sind in der Elektrokonstruktion noch stärker ausdifferenziert als im mechanischen CAD. EPLAN Electric P8 Professional kostet rund 5.500 EUR pro Jahr — und seit dem Wechsel auf reine Abo-Modelle steigen die Preise jährlich um etwa 5 %. Über 5 Jahre summiert sich das auf über 30.000 EUR pro Arbeitsplatz. WSCAD bietet vergleichbare Funktionalität für rund 2.500 EUR/Jahr. Rechnen Sie auch die Kosten für Artikeldatenmanagement, Schulungen (3–5 Tage pro Konstrukteur) und eventuelle Zusatzmodule (Pro Panel, Cabinet Engineering) ein.
Artikeldaten und Herstellerkataloge
In der Elektrokonstruktion ist der Zugang zu aktuellen Artikeldaten der Komponentenhersteller ein entscheidender Produktivitätsfaktor. Jedes Betriebsmittel — vom Leistungsschutzschalter über Klemmen bis zur SPS-Baugruppe — muss mit korrekten technischen Daten, Bestellnummern und Abmessungen im System hinterlegt sein. EPLAN bietet mit dem Data Portal Zugriff auf über 750.000 Artikel. WSCAD kontert mit wscaduniverse.com und über 1,6 Millionen Artikeldatensätzen. Prüfen Sie, ob die Hersteller Ihrer bevorzugten Komponenten (Siemens, Phoenix Contact, Weidmüller, Wago, Rittal) Daten für Ihr gewähltes E-CAD-System bereitstellen.
Migrationspfad und Datenübernahme
Wenn Sie von einem bestehenden System wechseln, ist die Übernahme vorhandener Schaltpläne und Artikeldaten ein kritischer Faktor. WSCAD bietet einen EPLAN-Datenimport, der in der Praxis gut funktioniert. Der Wechsel von AutoCAD Electrical auf ein objektorientiertes System wie EPLAN oder WSCAD erfordert hingegen eine Neuanlage der Projekte, da die Datenstrukturen grundlegend verschieden sind — grafische Blöcke lassen sich nicht automatisch in objektorientierte Betriebsmittel konvertieren. Planen Sie für eine Migration mindestens 2–4 Wochen reine Datenaufbereitung ein.
Sie kennen jetzt die Kriterien — wir kennen die Anbieter. Beschreiben Sie Ihre Ausgangslage, und wir empfehlen Ihnen die 3 besten Optionen für Ihre Elektrokonstruktion.
EPLAN als Kundenvorgabe: Was tun, wenn der Markt ein System vorschreibt?
Eine Realität im deutschsprachigen Schaltanlagenbau und in der Automatisierungstechnik: Viele Auftraggeber — von Automobilherstellern über Pharmaunternehmen bis zu Energieversorgern — fordern in ihren Lasten- und Pflichtenheften explizit "Dokumentation in EPLAN Electric P8". Für Ihr Unternehmen bedeutet das eine Grundsatzentscheidung.
Wenn mehr als die Hälfte Ihrer Auftraggeber EPLAN-Daten verlangen, kommen Sie um eine EPLAN-Lizenz kaum herum. Das System ist der Industriestandard, und der Versuch, EPLAN-Projekte über Exportformate zu bedienen, führt in der Praxis fast immer zu Datenverlusten und Nacharbeit.
Wenn Ihre Auftraggeber hingegen keine spezifische Software vorschreiben — oder wenn Sie primär Endkunden bedienen, die am fertigen Schaltschrank interessiert sind, nicht am Projektformat — öffnet sich Spielraum für kosteneffizientere Alternativen. WSCAD bietet den zuverlässigsten EPLAN-Datenimport am Markt und kann Projekte im DXF/DWG-Format exportieren, das die meisten Kunden akzeptieren.
Ein dritter Weg: Unternehmen mit gemischter Kundenstruktur betreiben manchmal beide Systeme parallel — EPLAN für die Großkunden mit Formatvorgabe, WSCAD oder ein günstigeres System für die Eigenentwicklung und kleinere Projekte. Die Investition in eine zweite Lizenz rechnet sich, wenn der EPLAN-Anteil unter 30 % des Projektvolumens liegt.
Tipp: Sprechen Sie offen mit Ihren Auftraggebern. Die Forderung "Dokumentation in EPLAN" ist in vielen Lastenheften ein Relikt aus der Vergangenheit und wird selten aktiv geprüft. In zunehmend mehr Unternehmen wird stattdessen eine PDF-Dokumentation nach IEC-Norm akzeptiert — unabhängig vom Erstellungswerkzeug. Klären Sie vor der Investitionsentscheidung, ob die Formatvorgabe eine harte Anforderung ist oder eine verhandelbare Präferenz.
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